„Doku“ ist der Name von Lu Yangs digitalem, genderneutralem Avatar. Dieser begibt sich in DOKU the Self (2022) auf eine virtuelle Verwandlungsreise und nimmt sechs verschiedene Gestalten an: Gott, Titan („Asura“), Mensch, Tier, hungriger Geist und Höllenwesen. Diese Figuren entsprechen den sechs Daseinsbereichen des buddhistischen Lebensrads von Tod und Wiedergeburt („Samsara“). Die Arbeit verbindet ostasiatische Philosophie mit zeitgenössischer 3D-Technologie und stellt tiefgreifende Fragen zu Körper, Bewusstsein und menschlicher Existenz. Lu Yang hinterfragt die westlich geprägte Vorstellung eines festen, individuellen Selbst und versteht Identität als fluide, virtuell transformierbare Erfahrung jenseits analoger und digitaler Grenzen. Mit visuellen Anklängen an Anime, Science-Fiction und Computerspielen erschafft Lu Yang eine eindringliche Bildwelt, in der Mythen und spirituelles Denken auf neueste Technologie, Wissenschaft und Popkultur treffen. DOKU the Self feierte 2022 Weltpremiere auf der 59. Biennale von Venedig.
DOKU the Self
- Jahr 2022
- Auflage Edition 4/6 (+ 2 a.p.)
- Material/Technik 1-Kanal-Video (Farbe, Ton)
- Laufzeit 36'
- Gattung Medienkunst