Eine Puppe liegt mit dem Kopf dem Boden zugewandt auf einer silbernen Isolationsmatte. Sie trägt einen Rock mit applizierten Wollfransen und ein kariertes Oberteil. Ihre Haare sind erdbeerblond.

Living Means to Play Some Records

Rosemarie Trockel

  • Jahr 2002
  • Material/Technik Verschiedene Materialien
  • Maße ca. 27 x 198 x 113 cm
  • Gattung Installation
  • Sammlung Sammlung Goetz, München

Die Skulptur gehört zu einer Werkreihe, die mit dem Titel Living Means … (Leben
heißt …) beginnt, einer philosophischen Frage, der man sich aus ganz unterschiedlicher Richtung nähern kann. Trockel verortet sie jedoch nicht im philosophischen, religiösen oder wissenschaftlichen Kontext, sondern verbindet sie
mit alltäglichen Erfahrungen. Alle Werke dieser Serie zeigen jeweils eine auf dem Bauch liegende junge Frau bei banalen Beschäftigungen, wie dem Anschauen von Bildern, dem Lesen von Büchern oder wie bei der hier ausgestellten Arbeit, dem Hören von Musik. 

Die Skulptur entstand im Kontext des Films Pausa, in dem eine junge Frau in der gleichen Bekleidung agiert. Trockel hat die Protagonistin dieses Films lebensgroß in Polyester abgegossen und die Puppe mit derselben Garderobe bekleidet auf einer Rettungsdecke inszeniert. So entsteht eine ambivalente Situation, die sowohl an das ruhende Mädchen aus dem Film als auch an die Lage einer Verletzten erinnert.