Eine goldfarbene Puppe steht vor einem neutralen Hintergrund. Sie hat die Hände hinter dem Rücken verschränkt und trägt eine Hausmädchenuniform mit einem schwarzen Kleid, einer weißen Schürze, weißen Socken und schwarzen Schuhen. Ihr Blick ist leicht nach unten gerichtet.

Tala, die lebensgroße Figur eines Zimmermädchens von Elmgreen & Dragset, hat den Blick starr nach vorne gerichtet und ihre Arme hinter dem Rücken verschränkt. Sie trägt eine schlichte schwarz-weiße Uniform, ihre Haut leuchtet golden.

Die Skulptur ist eine von mehreren goldenen Figuren, welche das Künstlerduo aus den Abgüssen von echten Hausmädchen geschaffen hat. Die lebenden Vorbilder zu den Skulpturen sind Frauen mit Migrationshintergrund – Tala ist das Abbild einer Nepalesin. Das kann als Kommentar der Künstler an armutsbedingte Arbeitsmigration in einer globalisierten Welt verstanden werden.

Im Kontrast zur Arbeitskleidung und der unbeteiligten Haltung steht die vergoldete Haut der jungen Frau. Sie wirft bei der Betrachtung Fragen auf: Ist die Vergoldung ein Symbol für den hohen Wert dieser Bediensteten für ihre Arbeitgeber? Oder doch ein zynischer Kommentar zum Gegensatz zwischen einer oft geringgeschätzten Tätigkeit und den exklusiven Räumen, in denen sie ausgeführt wird?

In diesem Werk setzen Elmgreen & Dragset ihren erzählerischen Ansatz um. Denn die Skulptur ruft unmittelbar verschiedenste Assoziationen hervor, deren Widersprüchlichkeiten zur Reflexion anregen.

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