Olaf Breuning bedient sich in seinem Film Ugly Yelp der Ästhetik von Horrorfilmen, Do-it-yourself-Produktionen und Musikvideoclips. Das im kalten Grün einer Nachtsichtkamera gedrehte Video beginnt mit einer längeren Schwarzblende. Die Darsteller tragen billige schwarze Langhaarperücken als ironische Anspielung auf die Gothicszene und entführen uns in eine Welt des Satanismus und des Hexenkults. Trotz der gewalttätigen Handlungen mutet Breunings Film nicht wirklich gruselig an, denn die Horrorszenen sind so dilettantisch nachgestellt, dass die Täuschung leicht als solche zu entlarven ist. Er spielt mit leicht zu dechiffrierenden Codes und zeigt, wie erinnerte Bilder unsere Wahrnehmung beeinflussen.
Ein wichtiges Gestaltungselement ist der Sound, der zunächst leise anhebt, sich langsam steigert und nach einem Donnerknall in einem geloopten Heavy-Metal-Gitarrensolo entlädt. Der Titel des Films, Ugly Yelp, kann mit „hässliches Gekläffe“ oder „fieser, gellender Schrei“ übersetzt werden. Ursprünglich wurde die Arbeit als Teil einer größeren Installation auf dem LED-Monitor am Lenker eines in Nebel gehüllten BMW-C1-Rollers gezeigt.
Ugly Yelp
- Jahr 2000
- Auflage Edition 4/10
- Material/Technik 1-Kanal-Video (Farbe, Ton)
- Maße Variabel
- Laufzeit 5' 55" Loop
- Gattung Medienkunst
- Sammlung Sammlung Goetz, Medienkunst, München
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Schlagwörter
Gewalt
Shatten